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Die
Rächer machen ohne Captain America weiter, der sich in der
Zwischenzeit in einem Boxclub verdingt, als Sparringspartner.
Kang,
der Eroberer will die Gelegenheit nutzen und endlich den Sieg über
die geschwächten Rächer erringen. Mit dem Sieg will er das Herz von
Prinzessin Ravonna (der Tochter eines Herrschers in Kangs Jahrhundert)
erobern.
Er entführt Scharlachhexe, Quecksilber und Falkenauge mit Hilfe einer
Zeitmaschine in sein Jahrhundert. Gegen die überlegene Technik Kangs
unterliegen die Rächer zunächst und er kann sie gefangen nehmen.
Dank Wandas Zauberkraft können sich die Drei zwar befreien, aber es
gelingt Kang Falkenauge und Scharlach-
hexe zu lähmen, und nur Quecksilber kann dank seiner Geschwindigkeit
entkommen.
Da
tritt plötzlich Captain America auf den Plan, der im Radio
J
vom Verschwinden der Rächer erfahren hat. Mit dem Rekreator (einer
weiteren Erfindung Tony Starks), nimmt er Kontakt zu Kang auf und
fordert ihn heraus. Ravonna verlangt von Kang, die Herausforderung
anzunehmen, in der Hoffnung, daß Kang unterliege.
Kang
nimmt schließlich den Kampf gegen Captain America und den noch immer
umhersausenden Quecksilber auf und siegt, indem er beide mit
Spectrowellen lähmt. Nun fordert er Ravonna ultimativ auf seine Frau
zu werden, sonst würden seine Truppen die Stadt dem Erdboden gleich
machen.
Doch da greifen Falkenauge und Scharlachhexe erneut an und Kang ist am
Ende seiner Geduld: Nun will er die Rächer und alle Bewohner der
Stadt vernichten. Er befiehlt seinen Truppen den Angriff...
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Ein
Klassiker in zwei Teilen, dessen Cover bereits die große, ja übermächtige
Bedrohung symbolisiert, die Kang für die Rächer darstellt. Ein
scheinbar in allen Belangen überlegener Schurke, dessen Sieg über
die Rächer eigentlich noch gar nicht mal sein Hauptanliegen ist...
Die
Story beginnt mit einem gewohnten Bild: Die Rächer streiten sich.
Diesmal ist man uneins darüber, ob nicht doch Hawkeye Cap vertrieben
hat. Man sieht, es geht also auch ganz ohne Cap.
J
Des Vermißten Aufenthalt im Boxer-Camp ist derweil nur kurzfristig.
Sein sehnlichster Wunsch ist es doch, wieder bei den Rächern
mitzutun, und als er von der unmittelbaren Gefahr erfährt, hält ihn
nichts mehr zurück.
Kang
seinerseits erkennt den Wert der verbliebenen Rächer recht gut, sind
sie ohne Captain America doch „wie ein Schiff
ohne
Steuermann – eine Herde ohne
Leithammel“.
Unumschränkter Herrscher in seinem eigenen Jahrhundert, plant
Kang nun also die endgültige Vernichtung der Rächer, die ihn beim
ersten Aufeinandertreffen
beinahe besiegt hatten, so daß er sein Heil in der Flucht hatte
suchen müssen. Dabei gilt sein eigentliches Bestreben etwas anderem:
die Liebe Ravonnas zu erringen, doch als Eroberer. Das ist sein
eigentliches Ziel; sein Sieg über die Rächer soll nur dazu dienen,
Ravonna zu beeindrucken (was ihm zum Teil sogar gelingt).
So
schreitet Kang zur Tat und hat dabei vergleichsweise wenig Mühe mit
Scarlet Witch, Quicksilver und Hawkeye. Seine Überlegenheit zeigt
sich auch darin, daß er es noch nicht einmal für nötig hält, den
Bogen-
schützen zu entwaffnen. Um nun Ravonna seine Fairneß zu beweisen,
holt er Cap in sein Jahrhundert und läßt es sogar zu, daß Cap und
Quicksilver ihn angreifen. Doch rasch besiegt er die beiden, im
Alleingang, denn er verzichtet auf jede Unterstützung seiner Truppen.
Als ihn dann Scarlet Witch und Hawkeye neuerlich angreifen (dabei
bleibt ungeklärt, wie sie sich befreien konnten), und Ravonna noch
immer zögert, ist dies zuviel für Kang. Tobend vor Wut, gibt er
seinen Truppen den Angriffsbefehl auf das kleine Reich, das er bisher
verschont hatte.
COMIC
Ein
Cliffhanger erster Güte ist das Ganze also geworden, denn als Stan
Lee die Armeen Kangs losschickt, scheinen die Rächer doch chancenlos
zu sein – zumal sie in ihrer aktuellen Besetzung nicht gerade die stärksten
Rächer aller Zeiten sind. Zudem verwob Lee Märchenflair in die
Story, die notwendigen Zutaten, Königreich, Prinzessin, Schurke und
Helden sind jedenfalls vorhanden. Wörtlich läßt er Hawkeye zu Kang
sprechen: „Ende Deine Märchen, Kerl“. Kangs Antwort: „Verdammter
Narr! Du wirst merken, daß dies kein Märchen ist“.
Ein gewaltiges Epos mit furiosen Actionszenen (geinkt von John Romita
sr.), wobei Williams auf einigen Seiten wieder mal Probleme mit den Farben
hatte: Caps Schild in Grün überzeugt nicht wirklich.
J
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In
diesem Monat war es also soweit: Williams erweiterte sein
Marvel-Programm um Der Eiserne, Dr. Strange
und Planet der Affen (dazu gab`s den DC Titel
Grüne
Laterne). Auch in diesem Rächerheft wird auf die
Programmerweiterung mit keinem Wort eingegangen.
Ein Wort zur Programm-Erweiterung: Im Grunde dürfte die Erweiterung
ein Versuch gewesen sein, die kränkelnden Verkaufszahlen zu
verbessern; ein Test, ob andere Helden-Serien vielleicht besser laufen
würden. Das gleiche gilt für die im Februar 1976 gestarte Kung-Fu
Taschenbuch-Reihe. Und als das alles nichts nützte, wurden
bekanntlich die meisten Serien eingestellt.
Fand sich im letzen Heft schon nur die Leserbriefseite, ist es in Rächer
#22 richtig mau: Statt redaktio-
neller Inhalte finden sich nur
ganzseitige Anzeigen für die neuen Serien Eiserner
und Doc
Strange.
Weitere
Redaktionsbeiträge der 22. Produktion [ohne
Spinne]:
Natürlich finden sich in verschiedenen anderen Heften der
22. Produktion auch Eigenwerbungen für die neuen Titel Planet
der Affen und DCs Die
Grüne Laterne.
Und zu allen drei Marvel-Titel gab es Einleitungsseiten der Redaktion:
- in Planet
der Affen von Hartmut Huff ( der den Original-Artikel von
Roy Thomas dazu leicht überarbeitete)
- beim Eisernen
finden sich einige Erläuterungen zum US-Konzept der Figuren Iron
Man in Tales of Suspense und Ant-Man in Tales to Astonish
- und die schönste Einführung findet sich in Doktor
Strange - eindeutig von einem wirklichen Fan (vermutlich
Kirsten Isele, die die Serie auch übersetzte) der Serie verfaßt,
wird nicht nur in blumigen Worten von der Figur geschwärmt, sondern
auch gleich Licht in die verwobene Veröffentlichungsreihenfolge
(Dr.
Strange mit der übernommenen Numerierung von Strange Tales / Marvel
Premiere featuring Dr. Strange / Dr. Strange Serie von 1974)
der Amerikaner
gebracht.
Vorsorglich wurde auch gleich darauf hingewiesen, daß es storymäßig
inhaltliche Überschneidungen mit den Zweitstories von Dr. Strange
(die den älteren Stories aus den Strange Tales Heften ab 1963
entnommen wurden) geben würde. Daß die Zeichnungen dieser älteren
Stories von Steve Ditko stammten wurde klar genannt, daß die
Zeichnungen qualitativ nicht annähernd mit denen von Gil Kane oder
Gene Colan würden mithalten können, wurde hingegen nicht eigens
erwähnt...
Erwähnenswert auch die Tatsache, daß Doktor Strange als einziger der
Marvel-Superhelden-Titel keinen anderen Helden als Zweitserie im Heft
hatte.
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